Ruderwanderfahrt 2014

Anreise

Die diesjährige Ruderwanderfahrt war wie eigentlich immer geprägt durch eine eher Kurzfristige Planung, aber 2 Wochen vor Fahrtantritt war dann auch klar: es geht auf die Fulda und die Weser. Kleiner Wermutstropfen war zwar die geringe Teilnehmerzahl von nur 6 Personen (5 Jugendliche, 1 Betreuer) aber auch die Trauer darüber ließ schnell nach.

Unser Ursprünglicher Plan mit einem gemieteten 9 Sitzer Bus in den Süden zu fahren wurde kurz vor Fahrtbeginn durch einen Defekt am Bus durchkreuzt, weswegen 4 Wanderfahrer mit dem Zug durch halb Deutschland nach Rotenburg an der Fulda fuhren, unterwegs mit einem Zwischenstopp in Göttingen wo man sich mit einigen Bekannten am Bahnhof traf. In Rotenburg angekommen stellten wir außerdem fest, dass sich auch unser Bootstransport – im Gegensatz zur Deutschen Bahn – Verspätete. Die vier Bahnfahrer wurden jedoch freundlichst Empfangen und konnten sich schon mal im Bootshaus des Rotenburger Rudervereins einrichten. Mit eintreffen des Bootstransports ca. 1 Stunde später begann dann das Abladen der beiden mitgenommenen Boote.

Die Fulda

Am Dienstag den 15.7. begann die Ruderwanderfahrt „richtig“ mit dem ersten Rudertag. Die Freude darüber endlich auf dem Wasser zu sein wurde jedoch sehr schnell von der mittlerweile leider nicht mehr Betriebenen historischen Schleuse in Rotenburg (Flusskilometer 12) also ca. 500m Flussabwärts gedämpft, da sie uns zwang die Boote wieder vollständig zu entladen, 100m zu tragen und wieder zu beladen, um die Staustufe zu überwinden. Solche Probleme blieben jedoch den Rest der Fahrt – zur allgemeinen Erleichterung – aus.

Sportliche Highlights der ersten Tage waren gleich der erste Tag – nach dem Umtragen der Boote in Rotenburg wurde die Fulda wesentlich schmaler und die Strömung somit auch sehr viel stärker, was vor allem von den beiden Steuerleuten höchste Konzentration verlangte und die noch gänzlich Strömungsunerfahrenen Ruderer gleich mit einer höchst Komplizierten Situation, die jedoch alle mehr oder weniger Problemlos meisterten. Zweites Sportliches Highlight auf der Fulda war in Hannoversch Münden, wo wir in die Vorberreitung einer vom dortigen Ruderverein ausgerichteten Regatta fuhren, prompt wurden beide SRSV Boote am Start von den Schiedsrichtern ausgerichtet, gestartet, und am Ziel mit dem Jubel der anwesenden Ruderer begrüßt.

Die Weser

Nach unseren ca. 97 km auf der Fulda mündet diese bei Flusskilometer 108 in die Werra und bildet mit ihr gemeinsam die Weser. Der erste Tag auf der Weser zeichnete sich durch allgemeine Entspannung aus, wobei die Relativ kurze Ruderstrecke und zwei unterschiedliche Antriebe reichten. Eins unserer Boote ließ den Tag sehr entspannt angehen und viel immer weiter zurück bis die Ruderer in diesem Boot beschlossen doch Baden zu gehen, was ihnen 1.) eine Willkommene Abkühlung verschaffte und 2.) 5 Ruderkilometer ersparte, der Strömung sei dank. Das andere, motiviert voraus fahrende Boot erhielt einen weiteren Moral schub als es die ca. 1,5 Stunden vom gleichen Ruderverein vor uns aufgebrochene Ruderwanderfahrt aus Hannover ein- und überholte.

Ansonsten war die Weser für uns vor allem der anstrengendere Teil der Fahrt, da wir auf diesem Fluss unsere Tageshöchstleistung von 64 km erbrachten. Ein weiteres zumindest für die Crew der „Dersau“ einschneidendes Erlebnis war ein 5 km Wettrennen mit einem Boot vom Ruderverein Höxter, das die Ruderer trotz unterzahl (2er gegen 3er) und Ladung nicht verloren.

Ende

Nach einer Nacht in Rinteln (Flusskilometer 163) erreichte uns die Meldung unser Bus mit Bootsanhänger würde uns bis Mittag erreichen, also ließen wir den Tag ruhig angehen und genossen noch einmal die Sonne, bevor wir uns an die Arbeit machten und unsere Boote für den Rücktransport nach Plön auf den Anhänger luden, wo wir auch um 19:00 Uhr ankamen.

Perfectum est – Kultureller Teil

Auch die Kultur kam auf dieser Ruderwanderfahrt nicht zu kurz; Zwei Weltkulturerben standen auf unserem Plan: Der Herkules in Kassel, verbunden mit einer Wanderung durch den dazugehörigen Schlosspark, sowie ein Besuch des Klosters in Corvey, in dem sich auch das Museum der Stadt Höxter befindet.

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